Elifs römische Ruinen-Abrechnung
Unter zerfallenden Säulen ergab sich ihr verschlossenes Herz dem zeitlosen Verlangen.
Elifs Gestohlene Ekstase-Memoiren
EPISODE 4
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Die uralten Steine der Villa schienen mit vergessenen Leidenschaften zu pulsieren, als Elif in den fackelbeleuchteten Hof trat, ihre dunklen Wellen vom römischen Nachtwind erfasst. Ich wusste damals, in dieser geladenen Stille, dass ihre Geheimnisse unter meiner Berührung aufgehen würden, ihre Alaçatı-Feuer mit der Hitze der ewigen Stadt vermischend. Die Fahrt von Fiumicino war ein Wirbel aus zypressen gesäumten Straßen und goldenen Hügeln gewesen, aber nichts hatte mich auf den Anblick von Elif Demir an den Toren der Familienvilla außerhalb Roms vorbereitet. Sie stand da wie eine Vision aus einem meiner archäologischen Träume, ihre langen dunkelbraunen Wellen flossen in sanften Wellen ihren Rücken hinab, fingen das spätnachmittägliche Sonnenlicht ein, das durch die Olivenhaine filterte. Mit zweiundzwanzig, mit dieser olivfarbenen Haut, die warm glühte, und diesen stechend grünen Augen trug sie eine Eleganz, die von fernen Ufern flüsterte – ihre Alaçatı-Wurzeln, hatte sie mir einmal in E-Mails über den Modeljob im Zusammenhang mit meinem neuesten Buchprojekt erzählt. Ich stieg aus dem Auto, mein Herz pochte stärker, als es für einen Historiker sollte, der eine Kollaborateurin trifft. „Dr. Rossi“, sagte sie, ihre Stimme ein melodischer Klang mit nur einem Hauch türkischen Akzents, und streckte eine schlanke Hand aus. Ihre Berührung war kühl, elektrisch. „Emilio, bitte. Und nenn mich Elif.“ Wir gingen durch die schmiedeeisernen Tore in den Hof der Villa, wo zerfallende Säulen von einem längst vergessenen Kaiser die Szene wie stumme Wächter einrahmten. Über gekühltem Prosecco auf der Terrasse erzählte ich von den Ruinen, die wir morgen erkunden würden – den verborgenen Kammern des Forums, den Bädern, wo Kaiser Geheimnisse auslebten, nicht unähnlich unserer eigenen aufkeimenden Intrige. Ihre Augen leuchteten auf, als ich die ägäischen Einflüsse in römischen Mosaiken erwähnte, die zu ihrer Küstenheimat passten. „Alaçatı fühlt sich so an“, murmelte sie und starrte auf die rebenüberwucherten Bögen. „Windgepeitscht, ewig, voller...


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