Elifs erste Tintenversuchung
Im Schatten des Bosporus wurden Worte zu ihrem Untergang.
Elifs Gestohlene Ekstase-Memoiren
EPISODE 1
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Die Tür zu meiner Suite schwang auf, und da war sie – Elif Demir, ganz Mysterium in Eleganz gehüllt. Ihre grünen Augen fingen das goldene Licht des Bosporus-Sonnenuntergangs ein, versprachen Geheimnisse, die nur ein Romancier lüften konnte. Ich wusste vom Moment an, als sie mit Notizbuch in der Hand eintrat, dass dieses Interview jede Grenze zwischen professionell und primal verwischen würde. Ihre Präsenz weckte etwas Tiefes in mir, einen Hunger nach den Geschichten, die sie hinter diesem gelassenen Lächeln verbarg. Ich beobachtete sie vom anderen Ende des Raums aus, wie das spätnachmittägliche Sonnenlicht durch die bodentiefen Fenster meiner Bosporus-Suite fiel und ihre olivfarbene Haut in warmen Tönen malte. Elif Demir bewegte sich mit einer Anmut, die von altem Istanbul kündete – elegant, gelassen, doch durchzogen von einem Unterstrom aus Feuer. Sie ließ sich in den Samtsessel gegenüber nieder, ihre langen dunkelbraunen Wellen fielen über eine Schulter, als sie ihre schlanken Beine übereinanderschlug, der schwarze Bleistiftrock rutschte gerade weit genug hoch, um die Fantasie anzuregen. »Herr Arslan«, begann sie, ihre Stimme eine sanfte Melodie mit diesem subtilen türkischen Akzent, grüne Augen fixierten meine mit einer Intensität, die meinen Puls beschleunigte. »Kaan, bitte. Wir sind jetzt Kollaborateure, oder zumindest ist das die Hoffnung.« Ich lehnte mich vor, Notizbuch in der Hand, doch es war ihr Notizbuch, das mich mehr faszinierte – das ledergebundene Journal, das sie wie einen Talisman umklammerte. Wir redeten stundenlang, oder so fühlte es sich an. Ich bohrte nach ihrem Leben, ihren Inspirationen, den Geistern, die sie in ihrem Schreiben jagte. Sie parierte elegant, enthüllte gerade genug, um mich tiefer zu haken. »Ich wurde immer zu dem Ungesagten hingezogen«, sagte sie, ihre Finger strichen über den Rand ihres Raki-Glases, das Eis klirrte leise. »Zu den Spannungen unter der Oberfläche.« Ihr Blick verweilte dann auf meinem Mund, und ich spürte,...


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