Giangs Erstes Verbotenes Ausschenken
Im dämmrigen Glanz des Kellers weckt ein Schluck Wein verbotene Gelüste.
Giangs flüsternde Reben des unersättlichen Hungers
EPISODE 1
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Ich stand im dämmrigen rustikalen Fasskeller des Weinguts, die Luft schwer vom erdigen Duft alter Eichen und gärender Trauben. Reihen massiver Holzfässer ragten wie uralte Wächter auf, ihre Kurven dunkel gefleckt von Jahren der Umarmung durch Wein. Flackerndes Laternenlicht tanzte über die Steinwände und warf lange Schatten, die dem Auge Streiche spielten. Es war später Nachmittag, die Art goldene Stunde, die durch die kleinen vergitterten Fenster hoch oben sickerte und alles in warmes Bernsteinglühen tauchte. Ich war seit einem Jahrzehnt Vorarbeiter hier, Jack Harlan, wettergegerbt von endlosen Tagen unter der Sonne, meine schwieligen Hände trugen die Male der Reben, die zu meinem Leben geworden waren. Aber heute fühlte es sich anders an. Die neue Besitzerin traf ein – Giang Ly, eine 26-jährige Vietnamesin, die diesen Ort durch irgendeine Laune des Schicksals geerbt hatte, wie die Gerüchte gingen. Geflüster unter den Arbeitern sagte, sie ertrinke in Schulden, die Hypothek des Weinguts hing wie eine Schlinge um ihren Hals. Ich wischte Schweiß von meiner Stirn, mein Flanellhemd klebte an meiner breiten Brust. Sie sei rätselhaft, hieß es, faszinierend auf eine Weise, die Männer ihre Aufgaben vergessen ließ. Als die schwere Holztür knarrend aufging, stand sie da – schlanke Silhouette vor dem sterbenden Licht. Langes hellbraunes Haar zu einem niedrigen Dutt gebunden, ein paar rebellische Strähnen rahmten ihr ovales Gesicht mit der hellgebräunten Haut ein, die sanft glühte. Dunkelbraune Augen musterten den Keller mit einer Mischung aus Verzweiflung und Entschlossenheit. Sie trug eine eng anliegende weiße Bluse, die ihre mittelgroßen Brüste erahnen ließ, und einen knielangen Rock, der ihren schlanken 1,68-Meter-Körper umschmeichelte, praktisch und doch verführerisch. Ihre Absätze klackerten auf dem Steinboden, ein Echo wie der Ruf einer Sirene. „Giang“, sagte ich, meine Stimme rau vom Nichtgebrauch, und trat vor. „Willkommen im Herzen der Operation.“ Sie hielt meinem Blick stand, diese Augen voller...


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