Claras Bürotension steigt
Im schattigen Glanz des Dirigentenbüros vibriert jede Note mit unausgesprochenem Verlangen.
Claras symphonische Hingabe an Maestros Streicheln
EPISODE 2
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Ich sah Clara Weber am Fenster meines Büros stehen, ihre Silhouette gegen den leeren Konzertsaal unten eingerahmt, die Violine unter dem Kinn wie ein Geheimnis, das sie gleich flüstern würde. Die weite Leere des Saals dehnte sich aus wie ein Meer aus schattigen Samtsitzen, still und erwartungsvoll, spiegelte den leisen Sturm wider, der in mir brodelte. Das gedämpfte Licht fing die aschblonden Strähnen ihres langen, glatten geraden Haars ein, das wie ein Vorhang über eine Schulter fiel, jede Strähne schwach schimmernd, als wäre sie mit dem goldenen Rückstand alter Bühnenlichter bestäubt. Ich konnte fast das Echo ihres Spiels in meinem Kopf hören, diese präzisen, gespenstischen Töne, die lange nach ihrem Verlassen des Probenraums in meinen Gedanken spukten. Mit neunzehn trug sie sich mit der Haltung einer doppelt so Alten – sophisticated, elegant, ihr große schlanke Körper in einem eng anliegenden schwarzen Rollkragenpullover und Bleistiftrock gehüllt, der ihre schmale Taille umschmiegte und ihre helle blasse Haut weich im Lampenlicht glühen ließ. Der Stoff ihrer Kleider schien bei jeder subtilen Bewegung gegen ihre Haut zu flüstern, betonte die anmutigen Linien ihres Körpers, vom sanften Schwung ihrer Hüften bis zum eleganten Abstieg ihrer Beine. Ihre blauen Augen huschten zu meinen, hielten eine Herausforderung, einen Funken, der die Luft zwischen uns mit unausgesprochener Elektrizität summen ließ, eine Vibration, die tief in meiner Brust widerhallte wie die tiefste Saite ihrer Violine, nur für mich gezupft. Wir umtanzten das seit Wochen – Proben, die zu lange dauerten, Blicke, die mehr sagten als Worte, Momente, in denen sich unsere Augen über die Notenblätter trafen und hängen blieben, versprachen Symphonien, die noch gespielt werden mussten. Ich erinnerte mich besonders an einen Abend, wie ihr Bogen bei einer schwierigen Passage leicht gezittert hatte, nicht vor Nervosität, sondern vor der Hitze meines Blicks auf ihr, und wie sie errötet war,...


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