Julias Backstage-Kapitulation in München
Im Nachglühen der Oper ergibt sie sich dem Feuer, das wir nicht löschen können.
Julias Celloflüstern entfacht verbotene Kadenzen
EPISODE 3
Weitere Geschichten in dieser Serie


Das Gebrüll des Publikums im Münchner Opernhaus hallte noch in meinen Ohren wider, als ich an der Security vorbeischlüpfte in Julias Garderobe. Da stand sie, strohblondes Haar leicht zerzaust vom Rampenlicht, ihre grünen Augen fixierten meine mit diesem vertrauten Hunger. „Victor“, hauchte sie, und in diesem einen Wort schrumpfte die Welt auf uns allein zusammen – schweißglänzende Haut, das Versprechen der Hingabe und der verbotene Kick, etwas wieder anzufachen, das wir kaum hatten erlöschen lassen. Die finalen Töne von Wagner hingen noch in der Luft wie ein Seufzer des Liebhabers, als der Vorhang auf Julias triumphalen Auftritt fiel. Ich war auf einen Einfall nach München geflogen, angezogen von den Rezensionen, die sie als ätherisch und unantastbar darstellten. Aber ich wusste es besser. Julia Schmidt war nicht nur die elegante Sopranistin, die Tausende fesselte; sie war die Frau, die seit Wien meine Träume heimsuchte, ihr Körper eine Karte, die ich in fiebrigen Nächten nachgefahren hatte. Ich zeigte meinen Pass – Vorteile als Produzent mit Connections – und navigierte durch das Labyrinth der Gänge backstage. Das Opernhaus vibrierte vor Nach-Show-Energie: Crew baute Kulissen ab, Fans drängten sich nach Autogrammen. Mein Puls raste, als ich ihre Tür erreichte, mit einem goldenen Stern markiert. Ein leises Klopfen, und sie schwang auf. Da war sie, noch in ihrem eng anliegenden schwarzen Kleid, das ihren schlanken athletischen Körper wie eine zweite Haut umschloss. Strohblondes Haar, glatt und schulterlang, rahmte ihr helles Gesicht ein, diese grünen Augen weiteten sich in Überraschung, die in etwas Wärmeres, Gefährlicheres schmolz. „Victor Lang“, sagte sie, ihre Stimme ein raues Flüstern mit dem Akzent ihrer deutschen Wurzeln. „Was bringt dich auf meine Bühne?“ Ich trat ein, die Tür klickte hinter mir zu und versiegelte uns im intimen Schein der Schminktischlampen. Der Raum roch nach ihrem Parfüm – Jasmin und etwas Erdigerem –...


Premium-Inhalt freischalten
Um die vollständige Geschichte zu lesen, erhalten Sie Zugang zu allen Geschichten, Videos und Fotos dieses Models.
Inhalt kann gekürzt sein. Vollversion mit Abo verfügbar.





