Ingrids Fika-Erwachen
Eine warme Tasse Kaffee entfacht ein Feuer, dem keiner widerstehen konnte.
Flüstern der Hingabe in Uppsalas Umarmung
EPISODE 1
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Die Luft im Gemeindehaus war schwer vom tröstlichen Duft frisch gebackener Zimtschnecken, ihr warmer Gewürzduft mischte sich mit dem kräftigen, erdigen Aroma von starkem schwedischem Kaffee, der in großen Kannen brodelte. Lachen hallte von den Holzbalken über uns wider, klirrende Tassen und Untertassen erzeugten eine rhythmische Symphonie aus unbeschwertem Frohsinn. Mitten in diesem geschäftigen Wohltätigkeits-Fika in Uppsala konnte ich meinen Blick nicht von Ingrid Svensson abwenden, wie sie durch das belebte Gemeindehaus glitt, ihre lange französische Flechtfrisur aus tiefem Dunkelpurpur schwang sanft bei jedem Schritt, fing das goldene Licht ein, das durch die hohen Fenster fiel, wie ein Kaskadenstrom aus Mitternachtseide. Ihr großer, schlanker Körper bewegte sich mit müheloser Anmut, die jeden Blick auf sich zog, doch sie schien ihrer eigenen Anziehungskraft nicht bewusst, konzentrierte sich stattdessen auf die älteren Gäste, deren Geschichten sie mit echter Wärme hervorlockte. Das Wohltätigkeits-Fika war ihr Reich, erfüllt vom Duft frischer Zimtschnecken und starkem Kaffee. Ich stand hinten, tat so, als würde ich Stapel Servietten ordnen, doch mein Herz hämmerte bei jedem Mal, wenn sie nah vorbeikam, mit einem ungewohnten Kribbeln, ihre helle blasse Haut leuchtete weich unter den warmen Lampen des Saals, ein leichter Schimmer auf ihren Wangen von der Hitze der Öfen oder vielleicht der Energie der Menge. Diese eisblauen Augen huschten zu mir, hielten einen Schlag zu lang, ein dezentes Lächeln bog ihre Lippen, schickte einen Ruck direkt durch meine Brust wie einen elektrischen Bogen in den stillen Räumen zwischen uns. In meinem Kopf spielte ich ab, wie ihre Flechte zuvor ihre Schulter gestreift hatte, stellte mir ihre Textur vor, weich und schwer, und fragte mich, wie es sich anfühlen würde, sie um meine Finger gewickelt. Der Raum fühlte sich plötzlich enger an, das Geplauder verebbte zu einem fernen Summen, als sich unsere Blicke wieder trafen, ihr Lächeln vertiefte sich gerade...


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