Alexandras Pariser Glasscheibe verschlingt
Glasscherben und Verlangen spiegeln eine verbotene Wahrheit
Alexandras zerbrochene Spiegel der Verzückung
EPISODE 3
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Im schattigen Herzen meines Pariser Ateliers glitt Alexandra Petrov durch die Tür wie ein Geist aus einem vergessenen Märchen. Ihre eisblauen Augen fixierten die gebrochene Spiegelscheibe, doch es war die Hitze in ihrem Blick, die mehr als nur Glas zu zersplittern versprach. Als unsere Debatte entflammte, spürte ich den Sog ihres Geheimnisses, das mich in Reflexionen zog, wo Leidenschaft darauf wartete, uns beide zu verschlingen. Das Echo der Untergrund-Auktion in London hallte noch in meinem Kopf nach wie ein halb erinnerte Traum, als Alexandra Petrov in meinem Atelier im Marais-Viertel eintraf. Es war später Nachmittag, das Licht fiel in goldenen Strahlen durch die hohen Fenster und tanzte über den unordentlichen Raum. Leinwände lehnten an den Wänden, halb restaurierte Rahmen staubten vor sich hin, und dort, auf der zentralen Werkbank, stand die dritte Spiegelinstallation – eine massive Scheibe aus antikem Glas, geätzt mit filigranem Silber, deren Oberfläche von hauchdünnen Rissen durchzogen war, die das Auge wie Blitze fesselten. Ich, Theo Laurent, hatte Wochen damit verbracht, sie zum Leben zu erwecken, Scherben mit akribischer Sorgfalt zusammenzusetzen. Doch Authentizität war ihr Fachgebiet, und sie schritt darauf zu mit der Anmut einer Panterin, ihr sehr langes aschblondes Haar schwang glatt ihren Rücken hinab wie ein seidenes Schleier. Bei 1,75 m überragte sie elegant in ihrem schwarzen Seidenkleid, das ihren großen schlanken Körper umschmeichelte, der Stoff flüsterte gegen ihre helle blasse Haut. Diese eisblauen Augen, scharf und unnachgiebig, musterten den Spiegel, als hielte er Geheimnisse, die nur sie entschlüsseln konnte. »Theo«, sagte sie, ihr russischer Akzent umschlang meinen Namen wie Rauch, »diese Scheibe... sie ist fehlerhaft. Die Patina passt nicht zu den Rändern.« Ihre Stimme war kultiviert, durchzogen von diesem geheimnisvollen Unterton, der mich seit London verfolgte. Ich trat näher, nah genug, um den schwachen Duft ihres Parfums aufzufangen – Jasmin und etwas Dunkleres, wie...


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