Siennas neckende Pfadverfolgung
Am Rand der Schlucht gejagt, forderte ihr Lachen mich heraus, das zu nehmen, was wir beide wollten.
Siennas Schlucht im Visier: Der Streuners atemlose Jagd
EPISODE 3
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Der verblasste Pfeil auf der alten Karte, gezeichnet in Sepia-Tinte, die von vergessenen Entdeckern kündete, führte Sienna unfehlbar zur schmalen Kante der Schlucht, einem waghalsigen Band aus Stein, das von Jahrhunderten unerbittlichem Wind und Wasser herausgearbeitet worden war. Sie balancierte dort wie eine Sirene aus einem mythischen Märchen, ihr geschmeidiger Körper in furchtloser Eleganz aufgerichtet, die Kamera fest in einer Hand umklammert, als wäre sie eine Verlängerung ihrer abenteuerlustigen Seele. Ihre kastanienbraunen Wellen, zerzaust und strandig vom Wandern, fingen den böigen Wind ein, peitschten wild um ihr Gesicht in sonnengeküssten Strähnen, die unter dem hohen Nachmittagslicht wie poliertes Kupfer glühten. Die Luft war klar, durchzogen vom erdigen Duft feuchter Farne und ferner Kiefern, mit dem fernen Rauschen des Flusses tief unten in der nebligen Tiefe. Ich folgte ihr, meine Stiefel schabten über den losen Kies des Pfads, jeder Schritt löste eine kleine Lawine von Kieselsteinen aus, die zum Rand kullerten. Mein Puls raste, nicht nur vom schwindelerregenden Höhe oder dem Kick der Verfolgungsjagd, zu der wir diesen Wanderweg gemacht hatten, sondern von der Art, wie ihre Präsenz etwas Tiefes und Wildes in mir entzündete. Sie blickte über die Schulter, dieser verspielte Funke in ihren smaragdgrünen Augen traf mich wie ein Stromschlag, ihre vollen Lippen bogen sich zu einem neckenden Lächeln, das Gefahr und Lust versprach. „Fang mich, wenn du kannst, Kai“, rief sie, ihre Stimme hell und melodisch, trug mühelos auf der Brise, durchzogen von diesem rauen Unterton, der mein Blut immer heißer machte. In diesem Moment, als ich ihre Silhouette vor den zerklüfteten Felsen und dem wirbelnden Nebel sah, spürte ich ihren Sog wie die Schwerkraft selbst – ihr athletisch schlanker Körper, leicht gebräunt von unzähligen Strandtagen und Trailruns, bewegte sich mit einer Anmut, die unschuldig und verführerisch zugleich war. Meine Gedanken rasten voraus, stellten mir vor, wie sich...


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