Rosas Streit im Morgennebel
Im Dunst der Dämmerung zünden Streitereien Leidenschaften, die den uralten Boden tränken.
Rosas Toskanisches Erwachen unter Olivenbäumen
EPISODE 2
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Der Nebel klammerte sich an die Olivenhaine wie ein Geheimnis und verhüllte Rosa Fernandez, während sie Marco im Dämmerlicht gegenüberstand. Ihr dunkles welliges Haar rahmte ein Gesicht ein, das vor Entschlossenheit glühte, ihre olivfarbene Haut schimmerte schwach. Ich schaute vom Rand aus zu, angezogen von ihrem Feuer, wissend, dass dieser Streit um Wasserrechte uns alle in etwas Tieferes, Ursprünglicheres ziehen würde. Die Luft summte vor Spannung und versprach einen Morgen, in dem Worte zu Berührungen wurden und die Erde selbst Zeuge war. Das Taxi war kaum rumpelnd davongefahren, da trat ich in den nebelverhangenen Olivenhain, meine Stiefel sanken in den feuchten Boden. Rosa Fernandez stand da, ihr schlanker Körper gespannt wie eine Bogensehne, und stellte sich ihrem bulligen Nachbarn Marco Rossi, dessen Land an ihres grenzte. Seine Stimme dröhnte durch den Dunst, dick mit toskanischem Akzent. »Dieses Wasser gehört mir von Rechts wegen, Rosa. Die Geister deiner Familie ändern das nicht.« Sie zuckte nicht zusammen, ihre haselnussbraunen Augen blitzten wie polierte Steine. Diese langen, welligen dunkelbraunen Locken rahmten ihr Gesicht, feucht vom Nebel, klebten an ihrer olivfarbenen Haut. Mit 1,65 m wirkte sie in diesem Moment größer, ihr schlanker Körper strahlte eine Wärme aus, die die Kälte durchschnitt. »Geister hin oder her, das ist mein Erbe, Marco. Die Quelle speist zuerst meine Bäume.« Ich räusperte mich, mein Agrarwissenschaftler-Kit über der Schulter. »Signora Fernandez? Giovanni Moretti, der Berater, den Sie gerufen haben.« Sie drehte sich um, ihr Blick wurde einen Hauch weicher, musterte mich mit diesem verspielten Funken, den ich in ihren E-Mails erkannt hatte. Marco schnaubte, musterte mich wie einen Eindringling. »Noch ein Streuner? Verkauf, solange du kannst, Mädchen. Oder schau zu, wie alles verdorrt.« Rosas Lippen verzogen sich zu einem trotzigen Lächeln. »Ich setze auf Expertise, nicht auf Drohungen.« Sie stellte mich auf der Stelle ein, ihre warme Hand...


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