Delfinas Rabenherrschaft der ultimativen Meisterschaft
In der Glut des Verrats tätowiert, erhebt sie sich, um den Thron der Ekstase zu beherrschen
Delfinas schattige Tattoos der unersättlichen Herrschaft
EPISODE 5
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Ich stand im schwachen Schein von Delfinas Tattoo-Studio, die Luft dick vom Geruch von Tinte und brennendem Salbei. Die Wände lebten von ihrer Kunst – gefräßige Vögel im Flug, ihre Flügel in Schwarz und Karmosin eingeätzt, die auf uns herabstarrten wie Richter aus den Schatten. Delfina García, mein argentinisches Feuersturm-Mädchen, tigerte vor ihrem Tattoo-Stuhl auf und ab, ihre pechschwarzen wilden Wellen fielen lang über ihre Schultern und rahmten ihr ovales Gesicht und diese stechenden schokoladenbraunen Augen ein. Mit 22 Jahren bewegte sich ihr schlanker 1,68 m Körper mit der Grazie eines Raubtiers, ihre moccabraune Haut glänzte im Flackern der Ritualkerzen, die sie im Raum aufgestellt hatte. Sie hatte uns alle herbestellt – mich, Marco Valtieri, den Idioten, der ihr Vertrauen mit einer geflüsterten Lüge an einen Rivalen-Tätowierer verraten hatte; Lena Voss, die wilde deutsche Tätowiererin mit ihrem platinblonden Kurzhaarschnitt; und Pablo Ruiz, den grüblerischen spanischen Inker, dessen Hände so ruhig waren wie sein hungriger Blick. Der Verrat hing schwer in der Luft. Ich hatte eine Skizze ihres Raben-Meisterwerks durchsickern lassen, um ihren aufsteigenden Ruhm zu sabotieren, getrieben von Eifersucht, die meine Liebe in etwas Hässliches verdreht hatte. Aber Delfina, so intensiv und leidenschaftlich wie immer, hatte es herausgefunden. Statt Wut kam ihre Nachricht kryptisch: „Studio. Mitternacht. Erlösungsritual.“ Jetzt, als sie sich zu uns umdrehte, hoben sich ihre mittelgroßen Brüste bei jedem Atemzug unter einem durchsichtigen schwarzen Top, das die Kurven darunter erahnen ließ, und mein Puls donnerte. Sie war kein Opfer; sie war die Rabenkönigin, Flügel ausgebreitet. „Heute Nacht“, sagte sie, Stimme wie Samt über Stahl, „machen wir fertig, was ich angefangen habe. Mein Körper, meine Regeln. Schmerz in Macht.“ Lena grinste, Pablo rückte hin und her, und ich schluckte hart, wissend, dass das ihre Herrschaft war. Das fertige Raben-Tattoo – halb fertig auf ihrem unteren Rücken – wartete auf...


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