Vera's Höhepunkt in ehrfürchtiger Inbesitznahme
Ihr letzter Tanz, bevor die Skulptur unsere unausgesprochenen Gelübde besiegelte.
Veras Andächtige Schatten im Solotanz
EPISODE 6
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Die Galeriebeleuchtung dämmerte zu einem ehrfürchtigen Schimmer herab, ihre warmen bernsteinfarbenen Töne milderten die Kanten des riesigen Raums, warfen lange Schatten über den polierten Marmorboden, der wie ein gefrorenes Meer im Mondlicht glänzte. Der schwache Duft von altem Holz und frischer Politur hing in der Luft, vermischte sich mit den subtilen Blumennoten von Veras Parfüm, einem Duft, der immer Erinnerungen an sonnenwarme Felder zurück in Serbien weckte. Da stand sie, Vera, meine Vera, der Skulptur gegenüber, die ich meine Seele hineingegossen hatte – eine makellose Darstellung von ihr im mittleren Kolo, jede Kurve und Linie in kühlem weißem Stein eingefangen, die Meißelspuren flüsterten noch von schlaflosen Nächten, in denen meine Hände von der Obsession schmerzten, ihr Wesen zu verewigen. Ihr glänzendes metallisches silbernes Haar fiel in einer glatten geraden Mittelscheitel, lange Strähnen rahmten ihre helle olivfarbene Haut wie einen Heiligenschein ein, fingen das Licht in schimmernden Wellen auf, die mir den Atem raubten und mich an das erste Mal erinnerten, als ich sie unter einem Erntemond tanzen sah. Sie trug ein traditionelles serbisches Volkskleid, karmesinrot mit goldener Stickerei, die ihre schlanke 1,68 m große Figur umschmeichelte, die aufwendigen Muster aus Blum motivi und geometrischen Wirbeln schienen mit dem Leben zu pulsieren, das sie ihnen einhauchte, der Rock wirbelte knapp über ihren Knöcheln in einer neckenden Andeutung der kommenden Bewegung. Diese haselnussbraunen Augen trafen meine über den Raum hinweg, warm und verführerisch, mit goldener Sprenkelung, die im schwachen Licht tiefer wurde, und versprachen den Tanz, der meine Träume monatelang heimgesucht hatte, meinen Schlaf mit Visionen ihrer fließenden Anmut invadiert hatte. Ich lehnte mich gegen den Sockel, das Herz hämmerte einen wilden Rhythmus in meiner Brust, der kühle Stein drückte in meine Handfläche und erdete mich, während eine Welle besitzergreifender Sehnsucht durch mich jagte, wissend, dass das keine Vorstellung für die Welt...


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