Lottes Skizzenbuch-Hingabe
Im Glanz von Leinwand und Kanal-Licht wurde ihr Körper zu meiner Obsession – und meinem Untergang.
Lottes Laternen-Gelüste an den flüsternden Kanälen
EPISODE 3
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In dem Moment, als Lotte mit ihrem Skizzenbuch in der Hand in mein Kanal-Studio trat, wusste ich, dass die Nacht uns beide entwirren würde. Die Tür knarrte auf ihren alten Scharnieren auf, ließ eine Woge kühler Abendluft herein, durchtränkt vom salzigen Hauch des Kanals und dem fernen Summen des Amsterdamer Nachtlebens. Ihre Präsenz erfüllte den Raum sofort, eine vibrierende Energie, die den chaotischen Raum – übersät mit halbbefüllten Leinwänden, Paletten mit verkrusteten Ölfarben und dem schwachen Geruch von Terpentin – plötzlich lebendig und erwartungsvoll wirken ließ. Ihre grünen Augen funkelten mit diesem fröhlichen Schalk, fingen die goldenen Töne der untergehenden Sonne ein, die schräg durch die hohen, bogigen Fenster fielen, dunkle braune Wellen fielen locker über ihre Schultern, als sie ihre Schuhe von den Füßen kickte und einmal wirbelte, lachend. Das Geräusch ihres Lachens tanzte durch die Luft, leicht und ansteckend, hallte von den rohen Ziegelwänden und der hohen Deckenbalken wider, rührte etwas tief in meiner Brust auf, einen beschleunigten Puls, den ich zu ignorieren versuchte, während ich meinen Bleistift fester umklammerte. „Finn, mach mich unsterblich auf Papier“, neckte sie, ihre Stimme warm wie Sommerregen auf Amsterdamer Pflastersteinen, mit diesem weichen holländischen Akzent, der meinen Namen umhüllte wie eine Liebkosung. Ich spürte schon die Hitze in meinen Adern aufsteigen, mein Künstlerauge saugte sie in sich auf – der unbeschwerte Dreh enthüllte das anmutige Schwingen ihrer Hüften, die Art, wie ihre Bluse gerade genug anlag, um die geschmeidige Kraft darunter anzudeuten. Ich schaute zu, Bleistift schwebend, als sie sich auf die Kante meines abgenutzten Samt-Chaiselongue setzte, helle Haut glühend im sanften Lampenlicht, das durch die hohen Fenster filterte, lange Schatten warf, die über ihre Züge tanzten wie Finger von Liebhabern. Der Stoff der Chaiselongue seufzte unter ihrem Gewicht, ein plüschiges Karmesinrot, das zu der Röte passte, die ich in ihren Wangen...


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