Laras Schatten werden riskanter
Im Rausch versteckter Blicke blühen ihre Begierden unter dem Nachthimmel.
Laras Rhythmen im verhüllten öffentlichen Feuer
EPISODE 4
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Die Dachterrasse pulsierte im Rhythmus der Firfir-Festival-Nachparty, Lachen und Trommeln webten durch die warme Addis-Nachtluft, eine Symphonie der Freude, die sich um mich legte wie eine Liebhabers Umarmung. Die Düfte von gerösteten Gewürzen, berberegewürzten Fleischstücken, die auf fernen Grills brutzelten, und der erdige Tang von Teff-Bier vermischten sich in der Brise, berauschend, zogen alle tiefer in die nächtliche Ausgelassenheit. Lichterketten hingen wie goldene Adern über den Raum, warfen ein weiches, flackerndes Leuchten, das über schweißglänzende Gesichter und wirbelnde Stoffe tanzte. Ich stand da, Herz hämmernd in der Brust, fasziniert, und beobachtete Lara Okonkwo aus der Menge heraus, ihre elegante Gestalt schnitt durch die Tänzer wie ein Schatten aus Fleisch, fließend und befehlend, jede Schaukelung ihrer Hüften ein stummer Sirenenruf. Sie bewegte sich mit dieser anmutigen Wärme, die mich seit unserem ersten Treffen heimsuchte – reiche ebenholzfarbene Haut, die unter den Lichterketten glühte, das Licht aufnahm und es in einem tiefen, samtenen Schimmer zurückstrahlte, der danach flehte, berührt zu werden, lange Locken aus schwarzem Haar schwangen bei jedem Schritt, dick und wild, streiften ihre bloßen Schultern wie Mitternachtswellen. Ich erinnerte mich lebhaft an diese erste Begegnung: ihr Lachen, das durch einen überfüllten Markt schnitt, ihre Hand, die meine streifte, als sie eine geteilte Injera-Platte reichte, der elektrische Funke, der tagelang in meinen Adern nachhallte. Nun war sie wieder da, ihre Präsenz verstärkte jeden Trommelbeat, jeden Jubel der Menge. Ihre bernsteinbraunen Augen fingen meine ein, hielten eine Verheißung, die meinen Puls beschleunigte, ein glühender Blick, der die Distanz durchdrang, eine Hitze tief in meinem Bauch entfachte, einen ursprünglichen Drang, zu nehmen, was dieser Blick bot. In diesem Moment wusste ich, dass die mit Reben verhängte Ecke des Balkons uns gehören würde, ein riskanter Platz mit Blick auf die Ausgelassenheit unten, wo Schatten sich zu etwas weit Gefährlicherem vertiefen konnten, das dicke Laub...


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