Giorgias Atelier-Verführung
In der Stille seines Ateliers zündeten ihre Posen ein Feuer an, das keiner zeichnen konnte.
Auserwählte Striche: Giorgias rivale Hingabe
EPISODE 3
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Das späte Nachmittagslicht fiel schräg durch die hohen Fenster meines Mailänder Ateliers und warf lange Schatten über die weißen Wände und den polierten Betonboden, die goldenen Strahlen erwärmten die Luft mit einem schwachen Duft von sonnenerhitzten Steinen und dem fernen Stadttrubel, der hereindrang. Giorgia Mancini stand da, pose wie eine zum Leben erwachte Skulptur, ihr hellbraunes Haar mit den Vorhangponys umrahmte ihre zarten Züge, die Strähnen fingen das Licht in weichen, schimmernden Wellen auf, die meine Finger jucken ließen, sie zu berühren. Wir umkreisten uns seit Monaten – rivalisierende Designer in der gnadenlosen Modewelt, jeder Pitch ein subtiler Kampf um Dominanz, jeder geteilte Blick in Besprechungsräumen geladen mit dem Kick des Wettkampfs, der immer direkt unter der Oberfläche brodelte und mein Blut heißer machte als jeder Deadline-Stress. Heute hatte ich sie jedoch unter dem Vorwand einer Kollaboration hierher eingeladen, mein Herz pochte vor Vorfreude, die ich als berufliches Interesse tarnte. „Nur ein paar Inspirationsskizzen“, hatte ich gesagt, meine Stimme lässig, aber mein Puls alles andere als das, raste wie die Nadel einer Näherin unter Druck und verriet den tieferen Hunger, den ich für ihren scharfen Verstand und diese unnachgiebige Anmut hegte. Sie trug eine einfache weiße Seidenbluse, in eine hochgeschnittene schwarze Hose gesteckt, die ihre schmalen Hüften umschmeichelte, der Stoff flüsterte bei jedem Atemzug leise, ihre hellblauen Augen trafen meine mit diesem ehrgeizigen Funkeln, das ich nicht ignorieren konnte, Augen, die direkt durch meine gelassene Fassade stachen und eine Unruhe tief in meiner Brust weckten. Als sie ihr Gewicht verlagerte, eine Hand am Rand meines Zeichenbretts entlanggleiten ließ, das leise Klacken ihrer manikürten Nägel auf dem Holz hallte im stillen Raum wider, spürte ich, wie die Luft dicker wurde, schwer vom subtilen Blumenduft ihres Parfums, der sich mit dem frischen Leinenaroma meines Ateliers mischte. Das ging nicht mehr nur um...


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