Giangs Kreis des Exzesses
In der schattigen Galerie winden sich Körper wie lebende Skulpturen und testen jede Grenze, die sie zu überschreiten wagte.
Seidene Schleier von Giangs verborgenen Begierden
EPISODE 5
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Ich stand in den Schatten der versteckten Galerie, die Luft dick vom Geruch alter Leinwände und flackerndem Kerzenlicht. Der underground Art-Kreis war keine gewöhnliche Versammlung; es war eine heimliche Welt, in der Hanois Elite ihre Hemmungen ablegte inmitten provokativer Installationen – nackte Skulpturen, die sich in ewiger Ekstase wanden, Gemälde von verflochtenen Gliedern, tropfend vor ölverschmierter Leidenschaft. Ich, Marc Duval, war durch Gerüchte von Exzessen in diesen Kreis gezogen worden, mein französisches Expat-Blut erregt von dem Versprechen ungezügelter Hedonismus in dieser exotischen Stadt. Aber heute Abend kreiste meine Vorfreude um sie: Giang Ly, die rätselhafte vietnamesische Schönheit, die Lena Tran mitbringen wollte. Lena, mit ihrem gefärbten blonden Haar, das wild herabfloss, hatte mir früher getextet: »Sie ist bereit, tief einzutauchen. Treff uns an der schwarzen Tür.« Giang war selbst ihren engsten Freunden ein Rätsel – schlank, gefasst, mit hellbraunem Haar in einem niedrigen Dutt, der nur darauf wartete, gelöst zu werden. Mit 26 hatte ihr ovales Gesicht und ihre dunkelbraunen Augen eine fesselnde Tiefe, ihre hellgebräunte Haut leuchtete unter den gedämpften Spots. Ich hatte Fotos gesehen: 1,68 m schlanke Anmut, mittelgroße Brüste, die auf verborgenes Feuer hindeuteten. Heute Abend, in einem engen schwarzen Kleid, das ihre schmale Taille umschmeichelte, würde sie in unsere Welt eintreten. Die Tür knarrte auf, und da waren sie. Lena führte, ihr Lachen hallte wie ein Sirenengesang, Arm in Arm mit Giang. Giangs Augen scannten den Raum – Körper lümmelten auf Samt-Chaiselongues, leise Stöhngeräusche unterbrachen den ambienten Jazz. Ihr Ausdruck war eine Mischung aus Neugier und wachsamem Reiz, Lippen leicht geöffnet, als kostete sie die aufgeladene Atmosphäre. »Marc«, schnurrte Lena und zog Giang vor. »Lern den Künstler kennen, der mit mehr als Pinsel malt.« Ich trat ins Licht, Herz pochte. Giangs Blick traf meinen, ein Funke zündete. Die Wände der Galerie schienen sich zuzuziehen, Kunstwerke spiegelten...


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