Alices unvollständige Enthüllung
Kerzenlicht streichelt ihre Kurven, weckt die Muse in ihr
Atelier-Blicke: Alices Erweckung im Visier
EPISODE 3
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Die Tür zu meinem Atelier knarrte unter meiner Hand auf, das alte Holz stöhnte wie ein Seufzer lang gehüteter Geheimnisse, die endlich freigelassen wurden, und trug eine Welle warmer, honigduftender Luft mit sich, dick von dem intimen Parfüm von Bienenwachs und etwas schwach Blumigem, unzweifelhaft ihr. Und da stand sie, gebadet im goldenen Flackern von hundert Kerzen, deren Flammen einhellig zitterten, als verehrten sie ihre Präsenz, und warfen ein Mosaik aus Licht und Schatten, das über die grob behauenen Wände und die staubige Luft tanzte. Alice Bianchi stand da wie eine Vision aus Renaissance-Träumen, ihre Silhouette gerahmt von den schattigen Formen halbfertiger Skulpturen – gequälte Figuren, mitten in der Geste erstarrt, ihre Tonoberflächen noch feucht und sehnsüchtig nach Vollendung, genau wie der Schmerz, der tief in mir aufstieg bei ihrem Anblick. Sie trug einen hauchdünnen Seidenmantel, der sich an ihre Sanduhrfigur schmiegte, der Stoff flüsterte bei jedem Atemzug gegen ihre Porzellanhaut, hob und senkte sich in einem Rhythmus, der meinen Blick unaufhaltsam nach unten zog, folgte dem großzügigen Schwung ihrer Hüften, der schmalen Einschnürung ihrer Taille, dem vollen Versprechen ihrer Brüste, die sich sanft gegen den durchsichtigen Schleier drängten. Ich hielt im Türrahmen inne, mein Puls beschleunigte sich bei dem Anblick ihrer smaragdgrünen Augen, die sich in meine bohrten, spielerisches Selbstvertrauen tanzte in ihren Tiefen, ein Funke, der Erinnerungen an gestohlene Blicke während ihrer früheren Sitzungen entzündete, Momente, in denen ihr Blick einen Hauch zu lange verweilte, andeutend das Feuer, das unter ihrer gefassten Fassade glühte. „Giovanni“, murmelte sie, ihre Stimme eine sinnliche Einladung, durchwirkt von Herausforderung, die Worte rollten von ihrer Zunge wie Samt über Marmor, jagten einen Schauer meinen Rücken hinab trotz der schwülen Wärme im Atelier. Die Luft war dick vom Duft geschmolzenen Wachses und Erwartung, und ich wusste, diese Nacht würde sich in unsere Seelen eingraben,...


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