Alice unter prüfender Berührung
Im dämmrigen Glanz des Ateliers wurde jede Kurve zu einem Geständnis.
Atelier-Blicke: Alices Erweckung im Visier
EPISODE 2
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Die Ateliertür klickte hinter mir ins Schloss und versiegelte uns mit dem Geruch von nasser Tonerde und Terpentin. Der scharfe, erdige Duft füllte meine Nasenlöcher, vermischte sich mit dem schwachen metallischen Hauch der nächtlichen Stadtluft, der gerade noch durch die Tür geschlüpft war, bevor der Riegel einrastete. Alice stand da im Halblicht, ihr durchsichtiges Kittelchen klebte wie eine zweite Haut, zeichnete die sanduhrförmige Schwunglinie ihrer Hüften nach. Der Stoff, feucht von der Abendfeuchtigkeit, schmiegte sich mit fast unanständiger Präzision an ihre Kurven, durchscheinend genug, um die Schatten ihrer Form darunter zu necken. Ich sah den sanften Auf- und Abbewegungen ihres Atems zu, jeder Einatmen zog den Stoff straffer über ihre mittelgroßen Brüste, ihre Porzellanhaut schimmerte schwach hindurch wie Mondlicht auf Marmor. Ich sagte mir, das sei nur eine weitere nächtliche Sitzung, das Modell für meine Skulptur anpassen. Meine Hände trugen noch den kühlen Rückstand von Ton, Finger krümmten sich instinktiv, als formten sie sie schon, aber mein Verstand raste mit Zweifeln und Begierden, die ich unter dem Deckmantel von Professionalität zu begraben versuchte. Wochen von Skizzen und halbgroßen Klumpen auf dem Sockel hatten zu diesem Moment geführt, doch heute Nacht fühlte es sich anders an, geladen mit einer Elektrizität, die in meinen Adern summte. Aber die Art, wie ihre jadegrünen Augen meine fingen, ein spielerische Herausforderung in ihren Tiefen flackerte, wusste ich, dass heute Nacht nicht nur der Ton nachgeben würde. Diese Augen, scharf und leuchtend, hielten mich gefangen, eine stille Wette, die meinen Puls beschleunigte, meinen Atem flach werden ließ im Dämmerlicht. Ihr karamellfarbener Afro rahmte ihr Porzellangesicht ein, voluminöse Wellen fielen wild und ungezähmt. Die Locken fingen das schwache Glühen der einzelnen Deckenlampe ein, jede Strähne ein tobender Kaskadenfall, der nach meinen Fingern verlangte, sich darin zu verheddern, ihr federndes Gewicht und die Wärme ihrer Kopfhaut darunter zu...


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