Akiras mondbeschienener Pfad verwebt sich mit Schatten
Unter uralten Zedern blühen schüchterne Flüstern zu wilder Hingabe.
Akiras geflüsterte Blüten entfachen verborgene Flammen
EPISODE 2
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Der Mond hing tief über dem Tempelgarten, silbernes Licht sickerte durch die Zedern und küsste Akiras Porzellanhaut. Sie ging neben mir, ihr langes schwarzes Haar schwang wie ein Geheimnis, diese dunkelbraunen Augen flackerten mit etwas Ungesagtem – verspielt, doch überschattet von dem, was Kenji zuvor in ihr geweckt hatte. Ich spürte es damals, den Sog, als würde die Schwerkraft unter meinen Füßen kippen und uns zu den moosbedeckten Steinen ziehen, wo die Nacht uns beide entwirren würde. Die Luft im bewaldeten Tempelgarten trug den Duft von feuchtem Moos und Kiefer, dick und lebendig unter dem blassen Mondblick. Unser Teambuilding-Retreat hatte alle in Paare für diese „Nachttrainingsspaziergänge“ verteilt, gedacht, um Vertrauen zu fördern oder so einen Firmenquatsch. Aber nach Kenjis intensivem Starren mit Akira zuvor bei den Laternen hatte sie mich gewählt – Ryo Hayashi, den ruhigen Grafikdesigner, der im Büro immer ein bisschen zu lange auf ihre schüchternen Lächeln geschaut hatte. Sie ging einen Schritt voraus, ihr zierlicher Körper verschluckt von den Schatten der hohen Zedern, langes glattes schwarzes Haar streifte ihren Rückenansatz. „Ryo-san, glaubst du, diese Pfade führen irgendwo wirklich hin?“, fragte sie, ihre Stimme hell, verspielt, aber durchzogen von dieser süßen Zögerlichkeit, die meinen Puls beschleunigte. Ich holte auf, unsere Schultern berührten sich fast. „Oder nur Kreise in der Dunkelheit?“ Ihre dunkelbraunen Augen trafen meine, faire Porzellanhaut leuchtete ätherisch. Ich lachte, versuchte ihren Ton zu treffen. „Kommt drauf an, mit wem du sie gehst, Akira. Mit Kenji, der so geguckt hat ... du wirktest aufgewühlt.“ Sie biss sich auf die Lippe, blickte weg zu den moosbedeckten Steinen, die eine versteckte Lichtung säumten. „Er sieht zu viel. Macht mich ... entblößt.“ Das Wort hing zwischen uns, geladen. Wir hielten inne, das ferne Läuten der Tempelglocken unterstrich die Stille. Ihre Verspieltheit kam wieder, als sie meinen Arm anstupste. „Aber du...


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