Vidas triumphaler Anspruch auf das Erbe
Lagerfeuerflammen entzünden verbotene Erbschaften und ungezügelte Begierde
Vidas Karmesinrote Reben der Erblichen Lust
EPISODE 6
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Das große Erntefest-Lagerfeuer brüllte im Herzen der Duval-Weinberge, Flammen loderten hoch in den Dämmerhimmel wie triumphierende Geister, die die Jahresernte feierten. Goldenes Licht tanzte über Reihen uralter Reben, schwer mit Trauben beladen, deren Blätter im warmen Herbstwind raschelten. Lachen und Musik der Festbesucher vermischten sich in der Luft – rustikale Volksmelodien auf Akkordeon und Geige, das Klirren von Weingläsern, die auf eine erfolgreiche Vendange anstießen. Fackeln säumten die Pfade und warfen flackernde Schatten, die die Nacht lebendig machten, geladen mit der Fruchtbarkeit der Erde und menschlichem Überfluss. Ich, Antoine Duval, stand am Rand der Versammlung, das Erbe meiner Familie pulsierte durch diesen Boden. Mit 32 Jahren war ich der Verwalter dieses Imperiums, breitshouldrig von Jahren harter Arbeit, mein dunkles Haar vom Wind zerzaust, meine scharfen blauen Augen suchten die Menge nach Anzeichen von Ärger ab. Rivalitäten saßen hier in Bordeaux tief; die Bakhtiari-Parzellen grenzten an unsere, und Gerüchte alter Fehden waren kürzlich aufgetaucht. Da erschien sie, schnitt durch die Feiernden wie ein Wüstensturm. Vida Bakhtiari, 19 Jahre alt, persisches Feuer in Person mit ihrer olivfarbenen Haut, die im Feuerschein glühte, haselnussbraunen Augen, die mit Absicht glühten. Ihr langes welliges dunkelbraunes Haar fiel wild über ihre Schultern und rahmte ein ovales Gesicht, das zart und wild zugleich war. Mit 1,68 m bewegte sich ihr athletisch schlanker Körper mit raubtierhafter Anmut – schmale Taille, die zu straffen Hüften ausfranste, mittelgroße Titten, die gegen eine enge karmesinrote Bluse drückten, die an verschütteten Wein erinnerte. Sie trug einen fließenden schwarzen Rock mit hohem Schlitz an einem Schenkel, der Blicke auf lange, geformte Beine freigab, als sie sich näherte. In ihrer Hand hielt sie ein abgenutztes Leder-Tagebuch wie eine Waffe. Ich kannte dieses Buch; es hatte meine Träume heimgesucht, seit seine Fragmente auftauchten. Die Geheimnisse ihrer Tante, Skandale, die Imperien stürzen konnten. Vidas freigeistige Abenteuerlust...


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