Mei Lins öffentliches Crescendo
Erotische Noten vibrieren durch die Halle, zerschmettern Haltung in Wellen verbotener Ekstase
Jadegeflüster: Mei Lins zerbrechende Anmut
EPISODE 5
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Ich saß auf dem schattigen Balkon des großen Konzerthauses, die Luft dick von Vorfreude und dem schwachen Duft von poliertem Holz und frischen Blumen. Kristallleuchter warfen einen warmen, goldenen Schimmer über das Meer elegant gekleideter Gäste unten, ihre Gesichter ehrfürchtig zum Podium erhoben. Mei Lin stand dort, anmutig wie eine Porzellanstatue zum Leben erweckt, ihr langes glattes schwarzes Haar fiel wie ein seidenes Wasserfall ihren Rücken hinab und fing den Glanz der Scheinwerfer ein. Mit 26 verkörperte diese chinesische Virtuosin Anmut selbst – schlanker 1,68 m Körper in einem hautengen schwarzen Seidenkleid, das ihr ovales Gesicht, ihre dunkelbraunen Augen und ihre mittelgroßen Brüste mit subtiler Verlockung umhüllte. Ihre Porzellanhaut schien unter den Lichtern zu schimmern, jede Bewegung bedacht, jeder Atemzug bemessen. Das Medaillon um ihren Hals – ein geheimnisvolles Erbstück, über das sie mir anvertraut hatte – pulsierte schwach, als sie ihre Violine hob. Ich hatte seine Macht schon gesehen, wie es Begierden verstärkte, bloße Musik in etwas Viszerales, Erotisches verwandelte. Heute Abend, bei ihrem Solokonzert, schwoll es stärker an als je zuvor. Als ihr Bogen die Saiten berührte, durchdrang die erste Note die Stille, nicht nur Klang, sondern eine Liebkosung, die durch das Publikum ripperte. Ich spürte es in meinem Inneren, eine Hitze baute sich tief in meinem Bauch auf. Geflüster regte sich unten; eine Frau in der ersten Reihe rutschte hin und her, presste die Beine fest zusammen, während ein Mann neben ihr sein Programm umklammerte, Knöchel weiß. Mei Lins Augen flatterten halb geschlossen, ihre Haltung brach ein winziges Stück, als das Medaillon heller glühte, von ihrem Kleidausschnitt verborgen. Jeder Bogenstrich war träge, sinnlich, die Melodie webte Geschichten verbotener Sehnsucht. Ich wusste, sie spürte es auch – der Schub machte ihre Noten erotisch, ihr Körper reagierte auf Weisen, die das Publikum nur unterschwellig ahnen konnte. Mein Herz raste;...


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