Juliats entfesseltes Volkserbe
Flüstern aus der Poldern-Kindheit entzünden eine Mitternachtsorgie verbotener Erbschaften.
Julias verspielte Schürze verborgener Begierden
EPISODE 6
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Ich stand an der Schwelle des großen Ballsaals im prächtigen Amsterdamer Hotel, die Uhr tickte über Mitternacht hinaus, die Kronleuchter gedimmt zu einem sanften, bernsteinfarbenen Glanz, der lange Schatten über die polierten Marmorböden warf. Die Luft war schwer vom Duft alter Holzmöbel, nachhallendem Champagner und etwas Ursprünglicherem – Erwartung. Julia Jansen, die bezaubernde Holländerin, die seit meiner Kindheit meine Träume heimsuchte, hielt Hof in der Mitte von allem. Mit 24 Jahren, ihrem hellbraunen, leicht welligen langen Haar, das wie ein folkloristischer Wasserfall über ihre helle Haut floss, funkelten ihre grünen Augen mit diesem launischen Schelm, der mich immer angezogen hatte. Schlank und 1,68 m groß, umrahmte ihr ovales Gesicht eine Aura zeitloser Verführung, ihre mittelgroßen Titten zeichneten sich dezent unter einem durchsichtigen smaragdgrünen Kleid ab, das ihre schmale Taille umschmeichelte. Ich war in der Nähe der Polder ihrer Familie in den flachen, wasserreichen Weiten Nordhollands aufgewachsen, hatte ahnungslose Spiele in den nebligen Feldern gespielt, wo ihr Lachen wie Windspiele widerhallte. Sie wusste nie, dass ich es war, der Junge vom Nachbarhof, der zusah, wie sie Blumenkränze flocht und Geschichten von Wassergeistern erzählte. Aber jetzt, Jahre später, hatte das Schicksal – oder Besessenheit – uns hierhergebracht. Diederik Voss, der grüblerische Künstler mit seinen scharfen holländischen Zügen, lümmelte gegen eine Samtcouch, seine Augen fraßen sie auf. Neben ihm Lena, die feurige Rothaarige mit einem sinnlichen Lächeln, zeichnete faule Kreise auf Julias Arm. Der Ballsaal, weit und hallend, fühlte sich wie eine Bühne für ein tabure Ritual an, die schweren Vorhänge gegen die Lichter der Kanäle draußen zugezogen. Julia drehte sich um, ihr Blick traf meinen, und ein Schauer durchfuhr mich. „Erik van Dijk“, schnurrte sie, ihre Stimme wie der Lockruf einer Sirene aus den Poldern. „Du bist gekommen, um deinen Platz in meinem Erbe einzufordern.“ Mein Herz hämmerte; das war keine gewöhnliche...


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